Was ist TCP/IP?

TCP/IP ist die grundlegende „Sprache“, mit der Geräte im Netzwerk (Computer, Telefone, Server) über das Internet miteinander kommunizieren. Es ist ein Protokollpaket—Regeln und Formate—das bestimmt, wie Daten gesendet, aufgeteilt, erneut gesendet und empfangen werden.

Warum heißt es TCP/IP?

  • IP (Internet Protocol) adressiert und sendet Pakete vom Absender zum Empfänger, ähnlich wie eine Adresse auf einem Umschlag, damit die Daten korrekt ankommen.

  • TCP (Transmission Control Protocol) sorgt dafür, dass die Pakete zuverlässig und in der richtigen Reihenfolge zugestellt werden, ähnlich wie ein Postbote, der jeden Umschlag überprüft und sicherstellt, dass nichts verloren geht.

  • Zusammen bilden TCP und IP das TCP/IP-Protokollpaket, das die Grundlage des modernen Internets bildet und die Kommunikation zwischen Computern, Telefonen, Servern und anderen Geräten ermöglicht.

  • Das TCP/IP-Modell besteht aus vier Schichten:

    1. Link/Network Access: Verantwortlich für die physische Verbindung und Rahmen wie Ethernet oder Wi-Fi.

    2. Internet: Zuständig für die Adressierung und das Routing von Paketen, z. B. über IP oder ICMP.

    3. Transport: Stellt die Ende-zu-Ende-Kommunikation sicher, z. B. über TCP oder UDP.

    4. Application: Beinhaltet die Protokolle, die wir täglich verwenden, wie HTTP, DNS, SMTP, FTP, SSH usw.

  • Optionaler Vergleich: Das OSI-Modell hat sieben Schichten, während TCP/IP einige davon kombiniert, um die Struktur zu vereinfachen.

IP: Adressierung und Routing

  • IPv4: Adressen wie 192.168.1.10 (32 Bit, ca. 4,3 Milliarden Adressen)

  • IPv6: Adressen wie 2001:0db8::1 (128 Bit, praktisch unbegrenzt)

  • Subnetz (Subnet/CIDR): z. B. 192.168.1.0/24 → 256 Adressen (von .0 bis .255)

  • Privat vs. Öffentlich:

    • Privat: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16 (innerhalb eines LAN)

    • Öffentlich: im Internet routbar

  • NAT: Viele private Geräte nutzen eine öffentliche Adresse über den Router, um ins Internet zu gelangen

  • DHCP: Vergibt automatisch IP-Adressen im lokalen Netzwerk

Tägliche Werkzeuge

  • ping: überprüft die Erreichbarkeit (verwendet ICMP)

  • traceroute / tracert: zeigt die Hops/Router bis zum Ziel an

  • ipconfig / ifconfig: zeigt die Netzwerkkonfiguration an

  • netstat / ss: zeigt aktive Ports und Verbindungen

  • nslookup / dig: führt DNS-Abfragen durch

  • curl: testet HTTP(S)-Anfragen

Sicherheit in TCP/IP

  • TLS/SSL: Verschlüsselung während der Übertragung (HTTPS, SMTPS, IMAPS…)

  • Firewalls: filtern den Datenverkehr nach Regeln (IP, Port, Protokoll)

  • VPN: verschlüsselter Tunnel über das Internet

  • IDS/IPS: erkennen und blockieren bösartigen Datenverkehr

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